Ergänzende Förderung und Betreuung (eFöB)

Grundlagen der pädagogischen Arbeit

Als Lernunterstützer*innen und Begleiter*innen ist unser eFöB-Team ein fester Bestandteil des Schulalltags. Das Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf der Kompetenzerweiterung der Kinder sowie auf der Freizeitgestaltung und Unterrichtsbegleitung. Durch die Beobachtung der Kinder in ihrem Spiel- und Sozialverhalten leiten wir unsere pädagogische Arbeit ab, ohne Beobachtung ist Förderung nicht möglich. In wöchentlichen Teamsitzungen werden alle relevanten Themen besprochen und reflektiert.

Unsere Arbeit beruht auf einer wertschätzenden Haltung dem Kind gegenüber und auch auf dem Vertrauen, dass Kinder sich zur Selbstständigkeit entwickeln wollen und können. Unser Ziel ist es, die Kinder in ihrer Individualität zu stärken und sie gleichzeitig dabei zu unterstützen, ein Umfeld zu schaffen, dass frei von Diskriminierung ist und Inklusion in den Alltag einkehren lässt. Die Stärkung der Sozialkompetenzen hat hierbei einen hohen Stellenwert, diese beinhaltet unter anderem das Erlernen von Empathie und Problem- sowie Konfliktlösungsstrategien. Wir behandeln die Kinder, wie wir selbst behandelt werden möchten, glauben an unsere Vorbildfunktion und daran, dass wir von und mit den Kindern lernen. Beim Erstellen von Regeln für das gemeinsame Miteinander und bei der Angebotsplanung binden wir die Kinder partizipativ mit ein, so lernen alle Schüler*innen, dass es sich lohnt, seine Meinung zu äußern, auch wenn man manchmal Kompromisse eingehen muss, ganz wie in jedem demokratischen System.

Als verlässliche Partner*innen der Kinder gestalten wir ganztägig Lern- und Bildungsprozesse und schaffen Entwicklungsräume. Gerne sind wir Spielpartner und Spielpartnerin oder Trainer und Trainerin und natürlich eine weitere Bezugsperson für ihr Kind. Die Beziehungestaltung bildet eine wichtige Säule unserer Arbeit. So können wir den Kindern helfen, sich weiterzuentwickeln in Richtung Selbstständigkeit und die Ich-Kompetenzen stärken.

„Der Weg, auf dem die Schwachen sich stärken ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen.“ Maria Montessoris Haltung zum Kind bildet auch unsere Grundlage. Auch im Nachmittagsbereich leben wir die Montessori-Pädagogik, beginnend mit dem Sitzkreis als alltägliches Element unserer Gruppenzeit vor dem offenen Nachmittag. Dabei schaffen wir eine angenehme Atmosphäre und nehmen uns Zeit auf Anregungen und Probleme einzugehen und die Kinder partizipativ miteinzubeziehen. Auch Stilleübungen, die ein wichtiges Element in der Montessori-Pädagogik sind, finden hier Raum. In den Räumen achten wir auf eine vorbereitete Umgebung und eine ästhetische Präsentation der Materialien, sodass die Kinder sich selbsttätig bedienen können, ohne auf Erwachsene angewiesen zu sein. Dabei nutzen wir auch Montessori-Materialien, wie beispielsweise Material zur motorischen Entwicklung oder Sinnesmaterial.

Konzeptionelle Schwerpunkte / Rhythmisierung des Alltags

Das feste Klassengefüge löst sich nachmittags nach einer kurzen Gruppenzeit, um klassenübergreifendes Spiel und eigenverantwortliche Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Der offene Nachmittag findet ab dem Schuljahr 2021/22 ab 14:00 Uhr in verschiedenen Themenräumen und dem Schulhof statt. Zusätzlich bieten unsere Erzieher*innen diverse Angebote an, die sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientieren. Die Kinder können sich selbst entscheiden, welchen Raum und/oder welches Angebot sie wählen.

Zur Verfügung stehen Räume für:
– Bau- und Gesellschaftsspiele
– Bewegung
– Kreativität
– Entspannung
– Lernzeit
– Schulhof

Durch die offene Nachmittagsgestaltung entstehen neue Gruppengefüge, Kinder können klassenübergreifende Freundschaften schließen und voneinander lernen. Eine weitere Stärke ist auch die Ressourcenorientierung, jede*r Erzieher*in kann sich optimal mit den jeweiligen Stärken einbringen, genauso wie auch die Kinder wählen können anhand ihrer Interessen. Die Schüler*innen haben so auch die Möglichkeit, eine Beziehung zu allen Erzieher*innen aufzubauen, was eine Atmosphäre des Vertrauens innerhalb des Schulgefüges schafft.
Dennoch gibt es für jede Klasse eine*n feste*n Gruppenerzieher*in, diese*r begleitet die Klasse auch vormittags im Unterricht und zum Mittagessen.
Zu Beginn des Schuljahres begleiten die Kolleg*innen die Kinder bei der Orientierung, aber auch die Pat*innen stehen den Kindern beratend zur Seite. Jedes Kind darf dabei seinen eigenen Bedürfnissen folgen, keiner wird auf schnelle Selbstständigkeit gedrängt.

Anbei noch einige organisatorische Informationen:
– die Rezeption befindet sich Foyer
– dort ist ein*e Kolleg*in mit den Namenslisten aller Kinder
– hier verabschieden sich die Kinder, die abgeholt werden oder alleine nach Hause gehen
– eine Informationstafel im Foyer zeigt alle pädagogischen Angebote der Woche
– auf der „Wo-bin-ich“-Tafel pinnen sich die Kinder mit ihrem Namensschild an, dort ist ersichtlich, in welchem Raum oder in welcher AG sich ihr Kind befindet

Die Aufgabe der Erzieher*innen im offenen Nachmittag ist einerseits die Durchführung von pädagogischen Angeboten, andererseits die Unterstützung beim Einhalten der Regeln und natürlich die Begleitung und Beobachtung der Kinder. Um 15:45 Uhr endet der offene Nachmittag und alle räumen gemeinsam auf.

Zeitplan für den Nachmittag:

– bis 13:45 individuelle Gruppenzeit und Sitzkreis
Bevor die Schüler*innen um 14 Uhr ins offene Konzept starten, gibt es ein Briefing. Dieses Ritual erleben wir als gruppenfestigend, die Kinder kommen miteinander und mit der Fachkraft ins Gespräch. So können wir alle in ihrer aktuellen Lebenswelt abholen und aus dieser wertvollen Zeit Ideen für unsere pädagogische Arbeit ableiten.
– 13:45 bis 15:45 offener Nachmittag
– ab 15.45 Uhr Aufräumzeit
– ab 16:00 Späthort (bei Bedarf)

Arbeitsfelder der Erzieher*innen

Als familienergänzende Einrichtung ist der eFöB-Bereich ein Ort, der weit über die Grundbedürfnisse nach Spielen, Begleiten und Organisieren hinaus den Kindern zugewandt eine kleine Lern- und Lebenswelt geschaffen wird. Zu den Querschnittsaufgaben der Erzieher*innen gehören unter anderem die Wertevermittlung, Prävention, Inklusion und Partizipation. Vormittags begleiten wir den Unterricht, so kann auch auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder besser eingegangen werden. Nachmittags gestalten wir zusammen mit den Kindern die Freizeit, in der die verschiedensten Kompetenzbereiche durch Angebote, aber auch durch freies Spiel gefördert werden.